4. Drehtag – Kopenhügel

Dänemark ist ja ein sehr flaches Land. Der höchste „Berg“ (Ah, Gänsefüßchen-Ironie!) ist der Møllehøj mit einer „Höhe“ (Uh, jetzt geht‘s aber los!) von 171 Metern. Keine Ahnung, ob man da Skifahren kann. Ich weiß nicht mal, ob es dort einen Skilift gibt.

Im Vergleich dazu die Müllverbrennungsanlage von Kopenhagen.

Das Gebäude ist ohne Schornstein 78 Meter hoch. Wenn man mit dem Lift bis ganz noch oben fährt und kurz den Regen abwartet, dann hat man eine grandiose Aussicht auf ganz Kopenhagen, die umliegende Industrie und Schweden.

Inklusive Regenbogen. Und als wäre das im Vergleich zum Møllehøj nicht schon mehr als genug, gibt es hier oben nicht nur eine Fußbodenheizung – immerhin wird unterm Dach Müll verbrannt –, sondern auch einen Skilift und eine Skipiste! (Wo sind die Anführungszeichen?) Copenhill ist Kopenhagens Skihügel.

Es gibt keinen Kunstschnee, sondern eine Kunstrasenpiste, die wirklich sehr rutschig ist. Ich durfte sie runterlaufen und war froh, dass es Auffangnetze gibt.

Nahaufnahme der Skipiste von Copenhill

Ich hab schon von verrückteren Ideen gehört, bin aber ehrlich gesagt noch nie auf einer verrückteren Idee herumspaziert. Utroligt!

Adel verpflichtet

Manchmal kann so ein kleines „van“ doch sehr deeskalierend wirken.

In Dänemark kann man sich übrigens für 500 Kronen – das sind knapp 70 Euro – einen neuen Namen geben, bzw. seinen alten Namen einfach ändern. Das geht sogar online mit der CPR-Nummer. Das ist eine Nummer mit zehn Ziffern, die jeder Mensch hier bei Geburt bekommt. Sie besteht aus dem Geburtsdatum und einer vierstelligen Zahl, die bei Männern ungerade endet und bei Frauen gerade. Also zum Beispiel 2104019628.

3. Drehtag

Heute sind wie viel mit dem Rad gefahren. Es ist in Kopenhagen ganz anders als bei uns zu Hause. Viel bequemer und entspannender – was vielleicht daran liegt, dass ich heute größtenteils in einem Lastenfahrrad saß und rumgefahren worden bin. Natürlich ist Kopenhagen eine Fahrradstadt. Es gibt Mülleimer, die nicht senkrecht, sondern leicht gegen Fahrtrichtung geneigt stehen, so dass man nicht anhalten muss, wenn man während der Fahrt Müll loswerden möchte. Außerdem gibt es jede Menge Fahrradstraßen. Wobei die Fahrbahnmarkierungen manchmal sehr verwirrend sein können.

Vielleicht ist das hier aber auch nur Kunst.

2. Drehtag

Heute waren wir den ganzen Tag bei unserer Familie – Jessica und Steen, die Eltern. Lina, Maya und August, die Kinder. Wir haben smørrebrød gemacht.

Das ist so was wie das Nationalgericht hier. Sandwich-Türme, die oben offen bleiben, also ohne Abschlussbrotscheibe. Die sind so dänisch, es gibt sogar Sonder-Briefmarken damit.

Außerdem gab es Kung Fu!

Das ist Lakritz-Eis.

Ganz lecker, wird aber nicht mein Lieblingseis.

Faxe Kondi – Limo mit Ananas-Geschmack. Ja. Sommer 2019. Sehr lieblich. Und ich hab richtigen Schweinkram probiert.

Und das meine ich wörtlich. Ich dachte, es wären ganz normale Chips. Es waren ganz besondere Chips: frittiertes Schweinefett mit Salz. Als ich die Tüte aufmachte und an den „Chips“ roch, muss ich wohl ein bisschen das Gesicht verzogen haben. Alle lachten und freuten sich darauf, dass ich flæskesvær probieren würde.

Ich sag mal so – mit einer Tüte würde ich sehr sehr lange auskommen. Flæskesvær und ich werden keine Freunde. Ich würde lieber Lakritz-Chips essen. (Muss ich morgen mal schauen, ob es die im Supermarkt gibt.)

Salatschüssel

Autokorrektur! Es sollte Salutschüsse heißen. Heute ist Königin Margrethe mit dem Auto vorgefahren, in eine Schaluppe gestiegen und zu ihrem königlichen Schiff rübergesetzt. Das war alles ganz nett, aber richtig toll waren die Salutschüsse, die ihr zu Ehren abgefeuert wurden. Ich weiß ja, dass Schall nicht der Schnellste ist, aber ich finde es trotzdem immer wieder faszinierend, das mit eigenen Augen zu sehen.

1. Drehtag in Kopenhagen

Ein Andersen. Eine Nixe. Und ganz viele Touristen.

Hans Christian Andersen und die Maus
Die Maus und die kleine Meerjungfrau

Hui, das Wetter in Kopenhagen

Das Wetter ist ganz schön wild, es weiß nicht so genau, was es will. Wir hatten heute Sonne, Wind, Regen, Wind, Hagel, Wind. Und noch mehr Wind. Und Meerwind. Es wird nicht langweilig.

Und überall viele viele Touristen